Sardinien

 

Einflüsse

Sardinien verfügt über eine jahrhundertelange Tradition im Weinbau. Im Rahmen der griechischen Eroberung im Altertum wurden dort die ersten Reben gepflanzt. Der Weisswein mit dem Namen "Nuragus" ist ein Relikt aus dieser Kolonialzeit und gedeiht noch heute auf der Insel. Doch auch die Bedeutung Spaniens für die sardische Winzerei darf nicht unterschätzt werden: Der Weinstock mit dem Namen "Cannonau" wurde damals von den Iberern "importiert" und gehört zur Familie der Grenache-Gewächse.

Die kalk- und granithaltigen Böden in Kombination mit dem mediterranen Klima begünstigten die Entstehung ganz besonderer Weinarten, die es nur auf Sardinien gibt. Der "Vernaccia di Oristano" zum Beispiel ist ein solch sardisches Unikat: Der edle "Tropfen" aus dem Tirso-Flusstal wird gerne zu Vorspeisen gereicht, weil er dank seiner Karamellfarbe einerseits den Appetit anregt, aber - durch seine herbe Note bedingt- ihn gleichzeitig auch zügelt. Der "Mandrolisai Rosato" stellt einen exquisiten Roséwein aus Zentralsardinien dar: Mit seiner mineralischen Note eignet er sich sehr gut als Begleiter von Fischspeisen. In der Umgebung der Hauptstadt Cagliari ist man auf den "Vermentino di Galluro" spezialisiert: Dieser ist in der Regel sehr kräftig und harmoniert optimal mit gegrilltem Fleisch.

Weisswein versus Rotwein

Die Qualität des Weissweins aus Sardinien wurde in den 80er Jahren noch stark bemänget, während der Rotwein immer hochgelobt wurde. Das hat sich mit der Einführung neuer Standards maßgeblich geändert, so dass auch der Weisswein mit dem internationalen Angebot konkurrieren kann.